VOLLMERCup Biberah: Bertemes und Maisch gewinnen in Biberach🏆

Biberach, den 14. Juli 2023 – Mit Favoritensiegen ist am Montagabend der elfte Vollmer-Cup im Kugelstoßen auf dem Biberacher Marktplatz zu Ende gegangen. Bei den MĂ€nnern gewann der Luxemburger Bob Bertemes mit 20,56 Meter, bei den Frauen siegte Katharina Maisch vom LV 90 Erzgebirge mit 17,82 Meter. Ob es eine zwölfte Auflage geben wird, soll sich in den kommenden Wochen entscheiden.

Wie immer in den vergangenen Jahren herrschte in Biberachs guter Stube eine sehr gute Stimmung und eine tolle AtmosphĂ€re, die auch immer wieder von den Athleten hervorgehoben wurde. „Biberach ist einmalig. Ich bin jetzt zum zweiten Mal hier und bin wieder geflasht von der ganzen Veranstaltung“, sagte Bob Bertemes.

Ob es allerdings im kommenden Jahr weitergeht, ist noch nicht sicher. „Wir werden uns in den kommenden Wochen in aller Ruhe zusammensetzen und nach einer Lösung suchen“, erklĂ€rte Meeting-Chef Hans-Peter Beer. AbhĂ€ngig sein werden die GesprĂ€che wohl von der Bereitschaft weiterer Sponsoren, sich fĂŒr dieses Event zu engagieren. „Ich hoffe, dass wir uns breiter aufstellen, damit wir diese tolle Veranstaltung in Biberach erhalten können“, so Vollmer-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Stefan Brand. Sein Unternehmen mĂŒsse das Engagement wohl kĂŒrzen aufgrund der aktuellen GeschĂ€ftsentwicklung. UnterstĂŒtzend einwirken könne dabei auch die Stadt Biberach, was OberbĂŒrgermeister Norbert Zeidler bejahte: „Dieses tolle Event verdient helfende HĂ€nde und dem werden wir uns nicht verschließen.“

Der Luxemburger Bertemes war zuvor 2018 vor den Corona-Jahren beim Vollmer-Cup am Start und hat sich in dieser Zeit zu einem Spitzen-Kugelstoßer entwickelt. FĂŒr die WM in Budapest im August ist Bertemes bereits qualifiziert. „Mein Ziel ist es, dort, wenn möglich ins Finale zu kommen und das wird schon extrem schwer“, weiß Bertemes seine Chancen gut einzuschĂ€tzen. Die Amerikaner seien gegenwĂ€rtig eben eine andere Liga. Das mĂŒsse man akzeptieren. Zwei Meter seien nicht so schnell aufzuholen, aber mit den EuropĂ€ern könne er schon mithalten.

Die beiden Erstplatzierten der Meisterschaften in Kassel zwei Tage zuvor waren in Biberach gar nicht am Start. Simon Bayer vom VfL Sindelfingen, im Kassler Auestadion noch als Topfavorit angetreten und mit drei ungĂŒltigen Versuchen gescheitert, nutzte in Biberach die Chance zur kurzfristigen Rehabilitation. „Er war schon sehr nervös, aber mit der Weite und dem zweiten Platz hinter Bertemes kann er zufrieden sein“, sagte Beer. „Simon kann in die Fußstapfen von David Storl treten, wenn er konsequent weiter arbeitet – auch mental.“, zeigte sich Beer ĂŒberzeugt von den QualitĂ€ten Simon Bayers, der im Ring eine enorme Geschwindigkeit erreichen könne. Das reichte an diesem Abend immerhin fĂŒr 19,65 Meter, was in Kassel den dritten Platz bedeutet hĂ€tte. Den hatte im Auestadion der gebĂŒrtige Ulmer Silas Ristl erreicht und in Biberach wiederholte der mittlerweile 28-JĂ€hrige diese Platzierung. Ristl ist einer der wenigen Kugelstoßer, die in Biberach seit Jugendtagen dabei sind und immer wieder gern kommen, auch weil es quasi um die Ecke liegt.

Bayer und Ristl werden nun in den kommenden zwei, drei Wochen noch um das Ticket fĂŒr Budapest kĂ€mpfen, ebenso wie die Siegerin bei den Frauen, Katharina Maisch. „Ich habe noch gute Chancen, mich ĂŒber das Ranking zu qualifizieren“, sagte die gebĂŒrtige SchwĂ€bin aus Bempflingen. In Kassel war sie noch auf dem undankbaren vierten Platz gelandet, mit der Weite von Biberach hĂ€tte es fĂŒr die Bronzemedaille gereicht.  Seit der Wintersaison trainiert Katharina Maisch in Chemnitz beim Chefbundestrainer Wurf Sven Lang, der jahrelang David Storl betreut hat. „Sie ist auf einem guten Weg, zumal sie im Januar noch mit einer BauchmuskelentzĂŒndung und mehreren ErkĂ€ltungen zu tun hatte.“

Maisch trainiert in Chemnitz mit der neuen deutschen Meisterin Sara Gambetta. „Das funktioniert sehr gut, beide kommen sehr gut miteinander aus und unterstĂŒtzen sich“, plauderte Sven Lang aus dem NĂ€hkĂ€stchen, auch wenn es insbesondere fĂŒr Katharina Maisch nicht so einfach ist – so weit weg von der Familie. Das bestĂ€tigte die 25-JĂ€hrige sofort. „Die Sehnsucht aufgrund der weiten Entfernung plagt mich schon, aber es wird zunehmend besser.“ Sie bereue die Entscheidung auf keinen Fall, zu Sven Lang gewechselt zu haben. Da kĂ€me eine WM-Teilnahme gerade recht als Belohnung. Auch sie kann Budapest noch ĂŒber den Weltranglistenplatz erreichen, wenn sie in den ausstehenden WettkĂ€mpfen unter anderem in Schweden noch Punkte sammelt. „Da sind wir noch guter Hoffnung“, ist Lang ĂŒberzeugt von seinem SchĂŒtzling.

Alle Ergebnisse des Vollmer-Cups gibt es auf www.vollmercup.de